Pain of Salvation


Prog Metal. Prog Metal? Nicht immer, teils Folkrock mit Musical-Anleihen, teils relativ klassischer 70er Jahre Hardrock. Krachattacken und sehr stille wunderschöne Passagen oder Songs, immer mit einem der besten Sänger, die ich kenne: Daniel Gildenlöw, die einzige Konstante in der 11 Studio-Alben und 29 Jahre alten Bandhistorie. 

Teils sperrig, Stücke die polymetrisch sind (mehrere verschiedene Taktarten gleichzeitig) und in vielen Fällen ohne klassische Songstrukturen. Selbst als Fan brauche ich manchmal mehrere Anläufe um mich in neue Alben reinzuhören. Dafür werde ich meine Lieblingslieder auch nach 345x Hören nicht leid. Musik teils mit Bezügen auf ältere Alben, alles miteinander verwoben, trotzdem meist roh, höchst eigenständig und einfach großartiges Songwriting mit großartiger ausdrucksstarker Stimme. Feine Texte, häufig sehr sehr persönlich. 

Aus der Live-Aufführung des Konzeptalbums "Be". (Ein Manager ließ sich einfrieren in der Hoffnung auf Unsterblichkeit, wacht hier viele Jahre späer auf und realisiert, dass er alleine ist, weil die Menschheit sich gegen Unsterblichkeit entschieden hat)